Miss Sophie liegt im Winterlager in Gävle. Immer wieder einmal schaue ich auf die Wettersituation. Minus 15 Grad in Gävle. Das sollte kein Problem sein. Der Frostschutz, den ich für den Motor eingefüllt habe, sollte bis Minus 20 Grad passen.

Während dessen geht es ins Gespräch mit meinem Arbeitgeber. Fakt ist: Ich möchte Miss Sophie in diesem Jahr wieder zurück an den Bodensee bringen. Zur Erinnerung, mein Heimatrevier ist der Bodensee. Und hier habe ich einen Liegeplatz beim Segelclub Bodman. Ich kann bis zu 5 Auszeiten nehmen – dann würde ich den Liegeplatz verlieren.

Geplant hatte ich, zwei Auszeiten hintereinander zu nehmen. Also 2025 und 2026. Ich habe ja noch ein paar Jahre zu arbeiten – etwa 2 bis 5 Jahre, abhängig davon, wie ich mein Rentnerleben plane. D.h. Miss Sophie dauerhaft an der Ostsee zu belassen, ist aktuell keine Option.

Deshalb ist es mein Plan, 2026 ähnlich zu planen wie 2025. D.h. etwa 4 Wochen Urlaub, 2 Monate Workation und noch 1 Woche Urlaub um Miss Sophie zurück an den Bodensee zu bringen.

So wie es derzeit aussieht, sollte das wieder möglich sein. Mit dieser Aussicht überlege ich, was ich 2026 mache. Mein „Traumziel“ 2025 war es, das nördliche Ende der Ostsee bei Torö zu erreichen – die Gelbe Tonne. Und dann in Haparanda den Club-Stander meines Segelclubs zu hinterlassen. Das Ziel musste ich leider (auch) wegen zweier technischer Probleme unterwegs aufgeben, die mich in Summe etwa 14 Tage gekostet haben.

Wie gesagt liegt das Boot derzeit in Gävle und jetzt rechne ich die Meilen. Von Gävle nach Örnsköldvik weiß ich aus dem letzten Jahr, das es etwa 290 sm sind. Von Örnsköldvik nach Töre noch etwa 230 sm. Nach Haparanda sind es noch etwa 50 sm. Und dann kommt der Weg zurück nach Kröslin wo der Trailer steht. Wenn ich alles zusammen zähle komme ich auf etwa 1700 bis 1800 sm.

Im letzten Jahr hatte ich etwas mehr als 1500 sm geschafft. Und das trotz der technischen Probleme die mich etwa 15 Tage gekostet haben. Es sollte also möglich sein 2026 Töre und Haparanda zu erreichen und das Boot wieder zurück an den Bodensee zurück zu bringen.

Sicher, eine gemütliche Tour ist das nicht. Das bedeutet Meilen machen und vielleicht auch die eine oder andere Etappe über Nacht durchsegeln.

Die Alternative

Die Alternative wäre gleich Richtung Süden zu gehen. Noch einmal rüber zu den Åland Inseln und vielleicht etwas das Turku Archipel erkunden. Würde ich es unter Sightseeing Gesichtspunkten betrachten, wäre das sicher die vernünftige Lösung. Das wäre wohl eher die gemütliche Tour. Von Gävle nach Sassnitz sind es ca. 600 bis 650 sm. Ein „Ausflug“ Richtung Åland Inseln und Turku wären etwa 300 zusätzliche Seemeilen. Also unter dem, was ich im vergangenen Jahr im gleichen Zeitraum mit technischen Problemen gemacht hatte.

Das Problem: Ich muss mich am Anfang meiner Weiterreise entscheiden – Richtung Norden oder Richtung Süden?

Noch einmal zu den Aland-Inseln?

Die Planung

Neben der Überlegung, was ich mache, mache ich mir Gedanken darüber, was ich mitnehme bzw. mitnehmen muss. Auf jeden Fall neue Patronen für die Rettungsweste, die ich versehentlich ausgelöst hatte. Einen Bootshaken und eine Ankerkralle. Beides hatte ich unterwegs verloren. Dann muss ich die 85 Ah Blei-Verbraucherbatterie ersetzen. Die war am Ende. Aber da werde ich versuchen, etwas in Schweden zu organisieren. Dann möchte ich zum Funkgerät noch das kabellose Handset ordern damit ich aus der Plicht einen Notruf absetzen kann.

Auf jeden Fall möchte ich am Start möglichst wenig Zeit verlieren. Nach dem Einwassern in den Stadthafen von Gävle. Dort die Vorräte auffüllen und die Segel wieder anschlagen. Dann soll es weiter gehen.

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